Geldsklave werden

Immer dem lieben Geld hinterher laufen oder sich nur mit dem Geld beschäftigen, sich quasi zum Sklaven machen, zum Geldsklave werden? Nein hierbei handelt es sich nicht um jeden beliebigen Konsumenten der auf der Suche nach dem großen Geld seine eigene Arbeitsleistung verkauft. Es handelt sich bei dem Begriff Geldsklave vielmehr um einen Szenebegriff. Innerhalb der SM- Szene, eine relativ extreme Sexuelle Neigung, ist ein Geldsklave nichts anderes als jemand, der seiner Geldherrin nicht nur seine Unterwürfigkeit in Form der in der Szene bereits Bekannten Gesten und Tätigkeiten sondern auch mit der Aushändigung mit seinem oder ihrem Geld. Geldsklave werden ist denkbar einfach. Man sucht sich seine Geldherrin und gibt ihr das eigene Geld, sofern vorhanden. Wer Geldsklave werden möchte sucht am besten im Internet nach entsprechenden Angeboten.

Zahlschwein oder Gelddomina? Kann auch ich ein Geldsklave werden?

Je nachdem wie man veranlagt ist, das kann man sich leider nicht aussuchen, wird man das sogenannte Zahlschwein also der Geldsklave oder die Geldherrin. Für den Begriff Geldsklave werden auch viele andere Bezeichnungen verwendet, wie zum Beispiel Paypig oder Bankautomat. Je nachdem wie man sich auch nennt, Geldsklave werden kann dabei jeder, der über eine entsprechende Neigung verfügt. Dabei gibt es zu dem Thema noch keine wissenschaftlichen Studien dazu wie oder warum man ein Geldsklave werden will.


Oft tritt der Wunsch Geldsklave zu werden erst dann auf, wenn man sich sozusagen “satt” fühlt. Die entsprechende Person hat wahrscheinlich in dem Fall “zu viel Geld” und ist einfach gelangweilt und auf der Suche nach einer neuen Erfahrung. Viele, die Geldsklave werden, haben neben der devoten, also unterwürfigen Einstellung zudem noch sehr viel Geld übrig, denn das besagte Zahlschwein muss ja seine Geldherrin bezahlen.

Man geht davon aus, dass diese Form der Unterwürfigkeit aus Psychologischer Sicht den gleichen Belohnungseffekt hat wie das sogenannte Frustshoppen. Dabei funktioniert das bei jedem Menschen nach dem gleichen Schema. Am Anfang steht der Reiz sich belohnen zu wollen. Dabei wird dieser Reiz seit unserer Kindheit, in Verbindung mit einer großzügigen Oma, meist auch mit etwas Belohnendem oder Wohltuendem vom Gehirn verbunden. Dabei kann bei manchen Menschen dieser Geldausgabereiz so ausarten, dass diese sich mit dem Ausgeben von Geld belohnen, also genau genommen hier schon zum Geldsklave werden. Dabei wird bei jedem Depressionsähnlichem Anfall, fast schon Krankhaft nach einem Grund gesucht einkaufen zu gehen.


Beim Geldausgeben erinnert sich unser Gehirn dann an das Glücksgefühl aus unserer Kindheit und schüttet Dopamin aus und dieses erzeugt im sogenannten Belohnungszentrum des Gehirns eine Reaktion, die man sonst nur bei Suchtkranken Menschen beobachten kann. Dabei braucht man wahrscheinlich mehr als nur die Veranlagung zur Unterwürfigkeit um Geldsklave werden zu können. Jeder der sich jetzt an den Kopf fast und sagt: “Wo ist dieser Sklave? Ich könnte auch so einen Gebrauchen!” Der ist wahrscheinlich eher ein sogenannter “Master” oder eine “Geldherrin“, von der Veranlagung her. Man kann niemanden, der Geldsklave werden möchte davon abhalten, da die Entscheidungsfreiheit jedes Menschen unantastbar ist. Es ist derzeit auch nicht bekannt aus welchem Grund genau manche Geldsklave werden und manche kein Geldsklave werden möchten.

Warum sollte man kein Geldsklave werden?

Zum einen ist es für viele “normale” Menschen, die hart den ganzen Tag für Geld arbeiten müssen undenkbar ein sogenannter Geldsklave werden zu können. Da diese Menschen den Wert ihrer eigenen Arbeit schätzen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Besonders junge Menschen aus relativ reichen Familien könnten zum Geldsklave werden, da diese Personengruppe für ein solches Belohnungsverhalten prädestiniert ist. Man sollte auf jeden Fall bei Geldnot kein Geldsklave werden. Denn wer nichts hat, der darf auch nichts ausgeben.

Der Gedanke Geldsklave werden zu wollen sollte ebenfalls überdacht werden, wenn man damit ein Problem hat sich ausnehmen zu lassen, quasi wie ein Zahlschwein. Gegen den Wunsch Geldsklave werden zu wollen sprechen nicht nur die hier genannten Fakten sondern noch viele weitere. Geldsklaven werden zum Beispiel wirklich wie Zahlschweine zum Teil von ihrer Geldherrin in deren Keller gehalten. Dabei spielt es keine Rolle ob man ein Mensch ist. Wer Geldsklave werden will, muss es in Kauf nehmen wie ein Tier behandelt zu werden. Und nur dann von ihrer Herrin beachtet, wenn sie das Geld abschöpfen möchte. Diejenigen Geldsklaven werden durch ihr eigenes Suchtverhalten gegenüber der Tatsache geblendet, das sie ihr ganzes Geld verlieren könnten. Dies wiederrum iegt in der Verantwortung der Geldherrin. Diese muss darauf achten, dass jeder Kunde nur im Rahmen seiner Möglichkeiten “konsumiert”.